Th. Sommer, 2026-03

Digitalisierungskompetenzen brauchen heutzutage alle Menschen. Bei den Beteiligten im Bildungswesen möchte ich mich zunächst auf drei Ebenen fokussieren:
In diesem Artikel gehe ich zunächst auf allgemeine digitale Kompetenzen für Schülerinnen und Schüler ein; die beiden anderen Ebenen behandele ich separat.
Einleitend: Digitalisierung oder „Medienkompetenz“ gehört als Querschnittskompetenz in alle Schulfächer. Informatik als Fach kann (wo erforderlich) spezifische, vor allem technische Aspekte vermitteln. Anders gesagt: Digitalisierung ist mehr als Informatik. Die Vermittlung von Digitalisierungs- bzw. Medienkompetenz muss Ziel im gesamten Bildungswesen sein.
Digitale Kompetenzfelder, die aus meiner Sicht verteilt über alle(!) Fächer in Schulen gelehrt werden sollten:
(Vorschläge aus Sicht eines Digitalisierers - ich bin kein Pädagoge. Diese Zusammenstellung basiert auf meinen Erfahrungen in der Vermittlung digitaler Kompetenzen in der Automobilindustrie, existierenden Medienbildungskonzepten und (Kern-) Curricula, sowie Diskussionen mit anderen Digitalisierungsexperten.)
Übergreifendes Ziel dieser Felder soll es sein, den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, welche Einflüsse auf ihr eigenes Leben und Handeln daraus entstehen. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, persönliche Vorteile aus der Digitalisierung zu ziehen und gleichzeitig Risiken des Einsatzes digitaler Mittel abschätzen können.
Die von mir genannten Felder enthalten allgemeine Grundlagenkompetenzen, die allen Schülerinnern und Schülern vermittelt werden sollten. Technikorientierte Kompetenzen der Informatik (Datenmodellierung, Netzwerkprotokolle, Applikationsprogrammierung etc.) sind keine Grundlagenkompetenzen, sondern ergänzend im (optionalen) Fach Informatik zu vermitteln.
Meine Vorschläge sind nicht überschneidungsfrei und lassen womöglich Lücken. Daher freue ich mich über alle Hinweise und Ergänzungen dazu.
Um diese Kompetenzfelder vermitteln zu können, braucht es entsprechend ausgebildete Lehrkräfte, passende Lehrpläne und Curricula, sowie ausreichende digitale Infrastruktur an den Schulen. Mehr dazu in den nächsten Teilen zu diesem Thema.
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